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Herzlich Willkommen zu meinem ersten Bericht aus Damp.

Ihr benötigt zum Lesen ... viel Humor ... viel Spaß ...

Das Ganze beginnt...

 Organisation ist alles, gell? Alles wurde vorher gepackt, sicherheitshalber habe ich zwei Klappkisten schon mal im Auto einer Kollegin gelagert (die ich dann in den nächsten Tagen in Arnis abholen werde).

 So wartete ich auf die alles entscheidende Antwort: Ist das Fahrrad mit allem Drum und Dran fertig??

JA!! Heute durfte ich es abholen. Spät abends war ich dann endlich wieder zu Hause und ich wusste immer noch nicht, ob alles ins Auto passt ...

Denn: Frau reist ja nicht mit wenig Gepäck, gell?

 Aber das Wichtigste war, dass das Fahrrad, der E-Rolli und der Aktivrollstuhl reinpassten. Das war mit dem Rad auch nicht ganz so einfach. Zum Glück musste ich es nicht ins Auto laden.

 21.06.12: Schlau wie ich bin (ja, manchmal schalte ich mein Gehirn ein) habe ich zur Abfahrtszeit meine Haushaltshilfe gebeten zu kommen, damit sie mir beim Einladen hilft. Ruck zuck war alles drin und es begann eine problemlose Abfahrt.

 Schönes Wetter, kein Stau... nur die typischen Verkehrsidioten … wie sie halt stets auf der Straße zu finden sind.

Ich kam also ganz entspannt an. 

 Nun eine super Nachricht: Ich habe ein Zimmer im 11. Stock mit folgender Aussicht:

 Das gute Wetter an dem Tag, war der langersehnte Lichtblick der anderen Patienten, der ERSTE Sonnentag ...

 Nun erst mal eine Rundfahrt, denn schließlich wollte ich ja Olf treffen. Auf dem  Weg nach draußen begegnete mir Robert. Den ich auch vor zwei Jahren hier kennen lernte (wohnhaft in HH Flotbek), den ich letztes Jahr durch Zufall auf dem Flotbeker Wochenmarkt traf und hier nun wieder.

 Nette Sache, dass man bei dem Riesenladen hier, tatsächlich auch bekannte Gesichter trifft. Auch Olf traf ich an … im Kaminzimmer ... vor der Haus“bibliothek“ ... komisch, was will er da ... da gibt es nur Triviallektüre ... so gar nicht seine Welt ...

 Freudiges Wiedersehen, denn er ist der Einzige, mit dem ich damals meine Personalien austauschte und auch in Kontakt blieb.

 Herrlich, man hat gleich wieder sehr viel zu lachen und knüpft problemlos da an, wo man sich vor zwei Jahren verabschiedet hat. Ich hoffe, dass bleibt so.


 So, die beiden müssen noch ihre Termine einhalten, ich melde mich an, schaue kurz mein Zimmer an und fahre dann freudig in den Speisesaal... mhm... kein guter Start... obwohl, da müssen doch noch einige Röllchen weg...so klappt es bestimmt sehr schnell, denn:

 ohje... nur Salzkartoffeln, die maschinell geschält und vorgekocht wurden, so dass sie mit einer Pelle serviert werden... das ist ja gar nichts für mich.  

 Also nix zu Essen, ab zur Voruntersuchung und besprechen der Therapien, die man gerne belegen möchte.

Jetzt war nur noch die Aufgabe da, dass Auto leer zu räumen, das Rad rausbekommen... ohje...

 Aber auch da habe ich dann mal gedacht, dass, wenn es solch einen Service im Haus gibt, dass ich den ja auch mal in Anspruch nehmen kann. Gedacht, gesagt, getan. Ein starker Mann hat mir geholfen. Ich wäre echt schön blöd gewesen, wenn ich das alleine gemacht hätte. Ich wäre bestimmt 10 Mal gefahren. So war in einem Rutsch das Auto leer und er war dann noch so nett und hat mein Rad herausgeholt.

Nach ca. 1 ½ Stunden (!!) hatte ich dann auch alles aus- und eingeräumt (Olf mit seiner einen Tasche hat sich kaputt gelacht).  

 Kurz Sommerklamotten angezogen und erst mal die nähere Umgebung - draußen - auskundschaften, was gibt es noch, was ist neu. Der Erdbeerstand ist ein Segen und ich werde bestimmt bald per DU mit der Dame sein, denn das ist die ideale Zwischenmahlzeit.

Im Café traf ich dann Olf wieder, wie gehabt, hat sich nicht geändert.

 Übrigens gibt es hier nicht drei Essenszeiten, sondern fünf. Ich habe das gleich für mich mal ein bisschen flexibler gestaltet: morgens recht früh, mittags mittig und abends ganz spät mit Olf zusammen (wenn ich dann noch was essen will … darf...).

 Morgen habe ich mir ein intensives Radtraining auferlegt, damit ich da hoffentlich eine Sicherheit erlange, bzw. Angst verliere, so dass ich das Rad wirklich als neugewonnene Freiheit sehe.

 Morgen dann vielleicht ein Bildchen von mir mit Rad, aber noch ohne Rolli hinten dran, das kommt dann als nächstes.


 Nun ist es noch früh (für meine Verhältnisse) aber ich will ja auch schauen, ob ich hier mal ein bisschen mehr Schlaf bekomme.

Das letzte Bildchen ist vom Treppenflur aus, die Sonne geht unter, die letzten Möwen suchen ihren Schlafplatz und kreischen noch, dass wird gleich auch ruhiger.

Ich bin mal gespannt wie das morgen wird, denn ich schlafe mit Balkontür auf und nicht mit geschlossenen Gardinen, denn ich liebe es, bei Sonnenschein aufzuwachen (ich werde euch berichten, ob ich es morgen früh bereue oder nicht.

Schlaft gut!!

Nicole


22.06.12. Ich muss mich verbessern, es gibt jeweils drei Schichten, im vorderen Bereich 1, 3 und 5, im hinteren Bereich 2, 4 und 6.

Ich bin ja ein bisschen komisch, denn während die meisten es ziemlich nervig finden, wenn sie ständig geweckt werden, freue ich mich darüber, denn ich weiß, ich kann noch liegen bleiben … und wenn es dann tatsächlich so weit ist, dann freue ich mich auch, denn dann ist bald Frühstückszeit.

Meine liebste Mahlzeit nach der langen Nacht.

Natürlich haben sich morgens die Möwen bemerkbar gemacht aber da ich nicht direkt auf eine Uhr schauen kann und aus den oben beschriebenen Gründen empfand ich das nicht als negativ.


Ich hatte dann auch schon einen Therapieplan in meinem Briefkasten, so dass es gemütlich nach dem Frühstück erst mal zur Wärmepackung ging.

Anschließend Physiotherapie und dann mal wieder ab zum Essen.


 Mhm, Reis, es hat geklappt. Richtig satt, wie der Kopf das gerne haben möchte, wird man davon zwar nicht … ok, dafür hat es wenige Kalorien.

 Am Nachmittag sollte ich dann in den Fitnessbereich zum Ergometer. Da war ich dann auch kurz. Habe erklärt, dass es in meinem Therapieplan drin stehen müsste, damit ich bei Regen drinnen fahren darf. Heut würde ich aber draußen fahren.

Das habe ich auch tatsächlich gemacht … ohje ohje.

 Auf´s Rad heraufkommen ist wirklich kein Problem, denn ich hab genügend Zeit das rechte Bein über die Stange zu bekommen, aber das Absteigen …

Bei der ersten Probe, kamen mir zwei Männer entgegen, die ich von Weitem instruierte (ich halte an und ihr schaut, dass ihr notfalls eingreift, falls das Rad kippen sollte). Das war entweder nicht klar verständlich oder aber ihr Beschützerinstinkt kam durch, so dass sie von Anfang an festhielten. Probe im Eimer.

 Beim zweiten Mal war es kurz vor den Fahrradständern, der Mann drehte sich um, ich fühlte mich sicher, stieg ab und schaute nach hinten... er hielt mich nicht, er hatte mich nämlich nicht verstanden. *hihihi* ABER Sicherheit ist was anderes.  

 Dann saß ich eine ganze Weile in der Sonne. Bis ... ja, bis es plötzlich dunkel wurde und es wie aus Eimern goss. Ok. wenigstens habe ich kurzfristig die Sonne genießen können, geht ja auch schlechter, also ab nach oben und hier schreiben.

Alles nass...

 Nun, nach ca. 30 min., scheint wieder die Sonne und ihr müsst entschuldigen aber - Sonne geht vor - ich muss raus!!!

 

Tschüssi!

Nicole