... käm ich in Verlegenheit, was ich mir denn wünschen würde  ... eine schlechte oder schöne Zeit 🎶🎵🎶*

(Herman van Veen)

Bestimmt wartet ihr schon sehnsüchtig auf Neuigkeiten von mir 😉 ... oder seid ihr sogar verwundert über meine gelassenen Sommerberichte?

Ja, ihr habt Recht, ich habe noch keinen Abschlussbericht geschrieben UND ich war (bin) gelassen in Damp gewesen 😁 und dass ohne das ich mich zurückhalten musste *mirselberaufdieschultergeklopft* ...

Und trotzdem habe ich natürlich noch was zu sagen, was auch mit meiner letzten Veranstaltung in Damp zu tun hat: "Die Geschäftsleitung lädt ein!" Da der Herr, der die Veranstaltung leitete, uns zusicherte ALLE Informationen und Anregungen weiterzugeben ... sich jedoch KEINE Notizen machte ... UND ich befürchte, dass das Gedächtnis der Menschheit allgemein nicht mehr so gut ist, mache ich hier nun eine Gedächtnisstütze, mit dem Titel:

wertvolle Tipps für die Umgestaltung von Damp, damit es irgendwann heißt:

*DAMP für ALLE*

Als Erstes einfach mal ein paar Fakten:

  • Eine Rehabilitation soll dazu dienen, die Selbstständigkeit zu fördern, wiederherzustellen und/oder zu erhalten. Dafür dienen die zahlreichen Therapien, jedoch auch der Alltag in der Rehaklinik sollte so geschaffen sein, dass Erlerntes ein- und umgesetzt werden kann.
  • Eine Klinik für ALLE bedeutet, dass jeder Mensch, unabhängig der Körpergröße, Mobilität, Alter usw. ALLES nutzen kann.
  • Damp ist ein Kompetenzzentrum für MS!! M.E sollte dann definitiv beachtet werden, dass MS´ler sich gerne auch als Fußgänger anmelden, jedoch oft unsicher auf den Beinen sind UND / ODER ihren Rollstuhl mitbringen, da sie für längere Strecken einen benutzen. Diese Menschen werden ein Fußgängerzimmer buchen.
  • auch Fußgänger bekommen Besuch von einem Rollstuhlfahrer und wollen die Örtlichkeiten nutzen.
  • Fußgänger mit neuer Hüfte, Knie etc. sind auch unsicher auf den Beinen und benötigen in der Anfangszeit Hilfen, die niemanden stören und hilfreich sind.

Das heißt, mit kleinen Veränderungen kann großer Nutzen erzielt werden!

„Gehe hundert Schritte in den Schuhen eines anderen, wenn Du ihn verstehen willst“, rät ein indianisches Sprichwort.

Oder aber, auf die Situation in Damp modifiziert: Setzen Sie sich in den Rollstuhl, tragen Sie Gewichtsmanschetten

 Gewichtsmanschetten Hand 300x300

an Ihren Armen, gehen Sie mit Unterarmgehstützen etc. und erleben Sie hautnah, wie es in Damp ist mit der Barrierefreiheit (ich beziehe mich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen nur auf körperliche Einschränkungen).

 WAS müsste verändert werden, damit DAMP für ALLE erlebbar und mit weniger Problemen nutzbar wäre:

Zimmer:

  • Eingangstür, sowie die Innentüren, auf 85 cm Breite erweitern (dies ist ohne Wohnraum- oder Ausstattungsverlust möglich)
  • Badtür mit einer Schiebetür versehen (Raumsparend)
  • Haltegriffe am WC
  • Ebenerdige Dusche (dadurch vergrößert sich zusätzlich der Bodenbereich und man kann besser seinen Duschhocker hineinstellen)
  • Haltegriffe in der Dusche (als Beispiel, ein Bild aus dem Hotel)

  •  Zusätzlich würde ein Haltegriff auf der Seite der Amaturen sinnvoll sein.

 

WC-Passat:

Seit 2018 gibt es nun ein neues Behinderten-WC ... und obwohl es genaue Bauvorschriften gibt, war es ... nicht perfekt, ABER man war wilig, etwas zu verändern (wie viel Geld man sparen könnte, wenn man auch hier wieder die vorhandene Kompetenz um Rat fragen würde ...).

Fazit 2019:

  • Klorollen-Halter war 2018 besser, nun lässt sich das Papier nur schwer abrollen (mir wurde gesagt, dass es für diese Halterungen EXTRA Klopapierrollen gibt ... das wissen dann anscheinend nicht alle Reinigungskräfte) 👎
  • Die Haltegriffe am WC wurden 2018 umgebaut, so dass sie jetzt die richtige Höhe haben👍
  • Die Klospülung kann man nun auch am Haltegriff betätigen👍
  • Seifenspender & Handpapierhalter sind leider immer noch auf Höhe von Fußgängern angebracht👎
  • Haltegriffe am Waschbecken sind noch nicht vorhanden👎
  • Die Reinigung erfolgt nicht zuverlässig👎
  • Notfalltelefonnummer bei Defekt und Verschmutzung ist nicht vorhanden (bei einem Defekt am Wochenende ist dann keine Benutzung mehr möglich, Alternativen vor Ort nicht vorhanden)👎
  • Fazit: hätte man die Fußgänger-WC´s nur etwas anders gestaltet, so hätten eine Vielzahl von Rollstuhlfahrern eine Alternative wenn das Behinderten-WC defekt / besetzt ist😯

Speisesaal:

Ja, das Personal im Speisesaal ist suupernett und hilfsbereit ... aber, wie ich oben schon schrieb, es geht darum Erlerntes umzusetzen, seine Mobilität zu erhalten etc. und da ist es auch wichtig, dass beim Essenholen an alle gedacht wird (bitte beachten: stehende Menschen können sich bücken, sitzende/kleine Menschen haben Schwierigkeiten über dem Kopf zu "arbeiten"):

  • Büffet: unterschiedlich in der Höhe gestalten: eine Seite für längere Menschen, eine Seite für kürzere Menschen (Brotkorb- und Marmeladen-Höhe beachten)

Fazit 2019:

  • 👍 endlich sind eine Vielzahl an kleinen Plastikverpackungen (Marmelade) verschwunden
  • 👍 endlich wird zuerst der Käse angeboten und dann die Wurst (sodass keine Wurstgabeln im Käse zu finden sind)

Ich finde es grundsätzlich gut, dass der Umweltgedanke hier beachtet wird und ich hoffe, dass die Verringerung von Plastik weiterhin vorangetrieben wird (sowohl im richtigen Umgang von Rehabilitanten, als auch weitere Verringerung von Helios/Vamed).

 Weitere Tipps zum Zimmer:

  • Das Reinigungspersonal sollte angewiesen werden, Betten nicht zu verstellen. Falls beim Bettenbeziehen das Bett verstellt werden muss, muss dieses am Ende wieder an den Ursprungsort gestellt werden.
  • Die Bettdecken sind sehr schwer und das Personal sollte auf Wunsch (Zettel/Bild auf dem Bett liegend), diese nur ausschütteln und aufschlagen

 

  • Den Umweltgedanken auch bei der Leerung der Mülleimer umsetzen, denn es wird jedesmal auch der Müllbeutel weggeworfen (bei drei Mülleimern pro Zimmer ist das SEHR VIEL Müll)

Da ich keine verderblichen Sachen in meinem Zimmer hatte, habe ich den Müll einfach mal gesammelt ... in vier Wochen kam ein (1!!) Müllbeutel zusammen ...

  • Obwohl es ein System gibt, wann neue Handtücher ausgeteilt werden, habe ich die Entdeckung gemacht, dass dann nicht nur benutzte aus dem Badezimmer, sondern auch die noch sauberen aus dem Vorraum ausgetauscht werden ... muss nicht sein, oder?

Fazit 2019:

Da man nie weiß, wer das Zimmer reinigt, welche Sprache dieser spricht ... wäre z.B. ein Schild ziemlich gut so

(um ja oder nein zu kennzeichnen gibt es verschiedene Möglichkeiten)

  • Des Weiteren sollten keine Plastikbecher mehr angeboten werden

 

So ... 🤔 ... ich glaube, dass war alles, was ich so anzumerken hatte 😁😉. M.E. sind es mal wieder nur Kleinigkeiten - Kleinigkeiten, die für viele enorme Erleichterungen bringen würden ... (manchmal denke ich, ich habe den falschen Job ... wenn meiner mir nicht mehr gefallen sollte, dann weiß ich, wo ich tätig werden könnte).

Ich hoffe, ihr hattet bei diesen Ausführungen Spaß beim Lesen und könnt mir im Großen und Ganzen zustimmen (Anmerkungen gerne wieder per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Viele liebe Grüße

Eure Nicoletta

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