*... weiter geht´s ...*

Am Anfang jedoch noch ein kleiner Exkurs:

Auf der Reha-Care war ich natürlich (ihr kennt mich ja) auch sportlich, also so richtig, aktiv meine ich 😎.

Als Erstes habe ich Badminton mit /gegen Dirk gespielt. War jetzt nicht so wirklich meins, aber auch nicht sooo schlecht für einen Tetra wie mich.

Kleiner Exkurs innerhalb eines Exkurses: 2007 spielte ich als Fußi in der Rehaklinik "Plau am See" das letzte Fußi-Badminton-Spiel meines Lebens. Dieses endete auf dem Boden (Rückwärtsgehen ist halt nicht so einfach), mit enormen Kopfschmerzen (ja, der Kopf erreicht komischerweise immer als Erstes den Boden) und einem heftigen Anpfiff für die Therapeutin (Nein, nicht von mir, sondern von der Ärztin).

Folge: Danach wich die Therapeutin nicht mehr von meiner Seite und sie entschied, was ich machen durfte ... nicht meins

Fazit: Gruppensport wird vom Therapieplan gestrichen!! Ende des internen Exkurses!

Okay, das war also die erste sportliche Aktivität, die zweite war: Rollstuhl-Zumba mit Conny

Das ging mal wieder ganz schön ab. Wie auch in Damp ist es einfach ein Rhythmus, wo man einfach mit muss ..., egal wie die Arme, der Kopf, der Oberkörper das meistern, Spaß ist das Wichtigste!!

So, Exkurs Ende!

 

Deutschlandreise, Teil 2:

Nach einem ausgiebigem Frühstück bei Jonny, machte ich mich auf den Weg zu Ramona und ihrem Mann Erkan. Es wurde noch bergiger, serpentinenartige Straßen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Sinn ergeben 😉 und an die ich mich hielt

Bei herrlichstem Sonnenschein erreichte ich Bad Berleburg ... was man so alles sieht, wenn man in D unterwegs ist ... so viele Kennzeichen, die man nicht kennt ... erstaunlich.

Die Sonne war irgendwie immer mein Begleiter. Es heißt ja auch so treffend: Wenn Engel reisen - lacht der Himmel ... bzw. scheint die Sonne 🌞!!

Es war ein supernetter Abend und Vormittag. Sobald die Sonne allerdings zum Schlafen untergehen musste, wurde es auch echt kalt ... der erstes Frost *zitterbibber*.

Aber dafür ist die Gegend bekannt, als "Klein Sibirien" und als Ski- und Wandergebiet. Auch Schloss Wittgenstein soll bekannt sein ... ihr könnt ja googlen, wenn es euch interessiert (mein Wissen behalte ich lieber für mich, denn ich will euch nicht langweilen *supernettichbin*).

Als es dann am Sonntag weiterging nach Heidelberg, erinnerte mich die Fahrt an Sattenhausen (meine Geschwister wissen, was ich meine), mit den Bergen, Wegen, Sonne usw.

Also, ich war wieder unterwegs und die Sonne schien 👍😎 ...

(Engel ... alles klar?)

Einchecken im Ibis Hotel

Perfekt 👍 behindertengerechtes Zimmer erhalten

   

was auch fast stimmt 😉 ... die Türklinke und der Kartenschlitz waren nicht wirklich auf meiner Höhe ... aber naja. Das Bett war zwar superhoch, aber (ja sorry, es gibt ein aber) auf der Matratze lag noch irgendsoeine Auflage, die superweich und dadurch echt sch* war, denn man versank darin und das Wenden/Drehen war dadurch extrem schwer.

 Nein, bevor die Nachfrage kommt, in Heidelberg wohnt niemand aus Damp. Ich besuchte Nicole (aufgrund des Namens KANN sie nur nett sein), die ich vor zwei Jahren, bei meinem Rehability-Sklaven-Verbesserungs-Urlaub, traf. Ich kannte sie lediglich durch facebook, aber schon das erste Treffen war supernett, weswegen ich nun gerne einen Zwischenstopp einlegte.

Bei herrlichem Wetter fuhren wir mit der Bahn *supiichkannetwastrinken* in dasselbe Restaurant, wo wir zuvor lediglich Kaffee tranken und diesmal ein Abendessen zu uns nahmen.

Prost!! Nachdem die Sonne untergegangen war, wurde es auch merklich kühler. Als Frischluftfanatiker haben wir natürlich draußen gesessen ... ich ohne Jacke (ihr wisst ja, Jacke an und aus ist sooo anstrengend). Ob es nun daran lag, oder an K. (der die "Seuche" mit nach Düsseldorf brachte und demonstrativ (!!) in meine Richtung nieste) ... am nächsten Tag musste ich auch das ein oder andere Mal niesen.

Aus einem erneuten Treffen mit Nicole wurde leider nichts ... bei Hunden, die alles fressen, lohnt sich eine Versicherung, die die Arztebesuche übernimmt 😂

Ich erkundete also Heidelberg alleine und fuhr erst einmal in ein bekanntes Geschäft und kaufte Batterien ein, komischerweise werden sie stets leer, wenn ich unterwegs bin.

Natürlich wollte ich auch in die Natur, am Neckar entlang fahren, denn die Sonne schien erneut. Erfreut sah ich eine Rampe

Doch bei näherer Betrachtung war klar, dass sie für mich nicht geeignet ist, denn die weißen Streifen waren ...

... Kanten, die ich lieber nicht hinunterfahren wollte ... *HALLO??* Sind das die neuen barrierefreien Wege (für blinde Menschen die Kante, die ich HASSE?)?? Na gut, also einen Umweg fahren, um dann hier entlang zu fahren.

Abends musste ich dann leider alleine zu Abend essen und ich entschied mich, mal was Neues auszuprobieren und echt Heimisches und Kulinarisches zu mir zu nehmen und entschied mich für ...

Nach einer Nacht, in der ich immer mehr merkte, dass ich mich erkältet hatte, und einem ausgiebigem Frühstück, machte ich auf nach Nürnberg. Hier kannte ich wirklich niemanden. Aber ich wollte nicht durchfahren bis ... zum Ziel.

Herzlich Willkommen im

 Ausschlaggebend für die Wahl zu diesem Hotel war die barrierefreie Sauna ... nur leider war die Seuche (Danke K. 😠 !!) mittlerweile so weit fortgeschritten, dass mir klar war, wenn ich jetzt noch in die Sauna gehe, dann wird das meine Erkältung eher verschlechtern. Ich schaffte noch ein leichtes Abendessen im Hotelrestaurant und schwupps ab ins Bett.

Mittwoch, 3.10.18: Tag der deutschen Einheit

Zum Zimmer:

Türklinken auf meiner Höhe 👍

Bett hoch und nicht weich 👍

Bad ... eigentlich alles super ... außer der fehlende Duschvorhang, habe ich aber gleich konstruktiv *zwinker* angemerkt.

Auch für diesen Tag hatte ich viele Saunagänge vorgesehen und was war? Ich lag krank im Bett 😯 und dachte nicht freundlich an den Osten (hier meine ich natürlich nur K.). Aber dank meiner homöopathischen Mittelchen, die ich stets dabei habe, konnte ich mich soweit stabilisieren, dass ich mich am Donnerstag wieder auf die Straße begab.

 Relativ genesen, machte ich mich am Morgen auf den Weg nach Freyung (ja, ihr braucht nicht gleich zu schreien, ich weiß es nun auch besser).

Kurzer Wetter-Exkurs: Radio: Hamburg ohne Sonne, Wetter App Nürnberg: neblig ... Blick aus dem Fenster: Sonnenschein, perfekt!

Nach einem zwischendurch eingelegtem Mittagsschläfchen (man wird ja nicht jünger) kam ich dann in Freyung an.

... Nur komisch, vor Ort stand nicht der Wagen von Hans (ich erinnerte mich, trotz meines Alters daran, dass Hans erzählte, dass sein Wagen draußen stehen würde) ... mhm ... bin ich überhaupt richtig 🤔?

 Bevor ich mich mühsam (ihr wisst, ich bin nicht mehr die Jüngste) aus dem Auto quälte, nahm ich telefonisch Kontakt auf ... bayrisches, schallendes Gelächter am anderen Ende ... JA Hans, warum hast du mir nicht deine neue Adresse mitgeteilt?

Okay, also Auto wieder starten, neue Daten eingeben und weiter gehts.

Endlich da: Waldkirchen

 Ich wurde schon sehnsüchtig erwartet (hier ist kein Sarkasmus!). Gemütliches Beisammensitzen, Kaffee und Besprechen der Aktivitäten für die nächsten Tage war angesagt ... puh ... und das in meinem Alter ...

Also los gehts, ab nach Waldkirchen, in der Abenddämmerung mit der richtigen Beleuchtung ... ein herrlicher Anblick

Nachdem wir uns die Beine etwas vetreten hatten, kehrten wir ein in den Gottinger Keller

und ich musste typisch bayrische Speisen zu mir nehmen ... bei flüssigen Speisen fällt mir das komischerweise immer leichter *seufz*, woran das wohl liegt?

   

... in Nachahmung an das Oktoberfest ...

für den Absacker suchten wir uns dann noch eine urige Kneipe aus

Herrlich, wenn man nicht selber Auto fahren muss und ALLES ausgiebig genießen kann.

Mensch, geht es uns gut😎

Die Nacht war kurz, der Wecker klingelte früh, denn der Tagesplan stand: Bayrischer Nationalpark

 Wir stellten uns den bösen Tieren (na gut, wir schickten Tom voraus)

und röhrten mit den Elchen um die Wette (na gut, ich ließ röhren, schließlich war und bin ich nicht in der Brunft)

 Im Bayrischen Nationalpark gibt es neben den oben erwähnten Tieren, auch einen Baumwipfelpfad. Inmitten dieses verbirgt sich das, in aller Welt, bekannte Baumei. Indessen Spitze, wenn man sie erklommen hat, erfährt man einen wunderbaren Überblick über den bayrischen Wald.

   

Zur Erklimmng des Ei´s waren wir zum Thema: Inkusion aktiv, denn während wir dank Herrn Alber und seinem Gehilfen Mr. EFix sicher oben ankamen, schleppten wir unseren Fußi-Schatten Tom ab

(Na gut, dieses Bild habe ich geklaut ... sorry)

Zur Vollendung dieses wunderbaren, gut durchdachten Tages endeten wir beim heimischen Griechen: "n´Guat´n"

   

Mensch, geht es uns gut 😎

Nächster Tag, nächster Plan ... heute ist Samstag (oh mann Hans, ich kann nicht mehr😓

Natürlich darf man, wenn man in Bayern ist, das traditionelle WeißWurstFrühstück nicht verpassen. Bei gemütlicher Runde, inkl Weißbier natürlich (am Anfang purer Ekel, doch je mehr man intus hatte, umso leichter fiel die Überwindung beim Schlucken), begannen wir den Tag, natürlich wieder bei herrlichem Sonnenschein 🌞

Weil viele wirklich gute Bilder am Besten aus der Luft zu schießen sind, schickten wir unsere Drone in die Luft. Dieser Blick auf die Donau (und die noch folgenden) belohnt die Investition

Mit dem Schiff erprobten wir die Standfestigkeit unserer Mägen, die gestärkt mit WeißWurst/-Wein, dem Schaukeln standhielten.

(wenn ihr nah genug ran geht, könnt ihr Hans und mich sehen)

Die Krönung dieser Fahrt war die durch die Donauschlingen. Da uns berichtet wurde, dass sich die Anstrengung (na gut, in unserem Fall eher Strom"verschwendung") lohnt, machten wir einen Zwischenstop, "kraxelten" den Berg hoch, um live Fotos zu knipsen ... na? hat sich das gelohnt?

Für die Seele ... um der Hektik der Touristen zu enkommen ... haben wir der größten Orgel Europas einen Besuch abgestattet.

Wenn Engel reisen ... ihr wisst was kommt? ...

Die Orgel erklang just in dem Moment, wo wir die Kirche betraten ... atemberaubend ... Wer selbst einmal zuhören möchte, kann gerne hier schauen.

Erst nach dem Konzert schauten wir uns die Kirche von innen und außen genauer an.

 Im Oberhaus,

das die ganze Stadt überragt, haben wir ein super Resaurant gefunden,

dass uns sowohl die köstlichste Ente des bayrischen Waldes kredenzte als auch einen wunderbaren Überblick über Passau ermöglichte.

Mensch, geht es uns gut 😎

Zeit zum Ruhen ...

Am nächsten Morgen bestand der Hans auf den Besuch von St. Peter und Paul ...

... dies deswegen, weil ER (der über Waldkirchen wacht) uns zu sich rief

Das Innenschiff war sehr beeindruckend und als unsere Stimmen erklangen, wurden sie in jede Ecke getragen.

Puh ... ich bin erschöpft ... so viele Unternehmungen, so viel Input ... und das in meinen Ferien, wo meine interne Festplatte eher auf Standby steht ... für heute Nachmittag habe ich mir erbeten, das Haus nicht zu verlassen.

So saßen wir wieder ab und zu draußen, genossen die Sonne, Wärme und den Ausblick genießend, schwelgten wir in Erinnerung an die gemeinsamen Unternehmungen. Kraft schöpfen für die morgige Weiterfahrt war vonnöten.

Mensch, geht es uns gut 😎

Überraschend kam auch noch Claudia zu Besuch, die wir aufgrund ihres Mitbringsels: altdeutscher Apfeldkuchen, auch gerne einließen 😉

   

Übrigens, wieder herrliches Wetter, mit viel Sonne 🌞, so dass wir den Kaffe am Nachmittag auf der wunderschönen Terrasse von Hans zu uns nahmen.

Mensch, geht es uns gut 😎

Natürlich habe ich Hans auch was mitgebracht 😉 ihr wisst was?

Natürlich: Schoko-Drink

Nun stand die nächste Fahrt an, auf nach Leipzig  (ich mag es kaum schreiben .. die Sonne 🌞 schien tatsächlich wieder).

Dort checkte ich wieder in einem IBIS Hotel ein

Das Hotel schrieb sich als barrierefrei aus ... auf dem Foto (vorab gegoogelt) sah ich allerdings schon Stufen, aber ich dachte so ... mal schauen. Um zum Hotel zu gelangen ... das war schon nicht einfach, denn auch hier waren viele Baustellen.

Vor dem Hotel waren die Parkplätze Menschen mit Handicap vorbehalten 👍. Ich fuhr hinein, um festzustellen, dass es zwei IBIS nebeneinander gibt. Ich durfte innen zum anderen fahren. Dort wurde mir ein Schlüssel für den Fahrstuhl (der die Stufen nach draußen überwand, roter Pfeil) angeboten ... ich habe nicht schlecht gestaunt, lehnte jedoch ab, da mir der Weg über das andere Hotel schneller erschien.

Schnell nach oben ins Bad

Bad für mich perfekt 👍

Dann ging es aber schon wieder los, denn ich war verabredet, mit jemanden, den ich auch aus Damp kenne ... Dem Olf!

2012 haben wir so manch nette Tour gemacht (besonders lustig war die, wo ich im Graben landete), viel geredet, geschwiegen und es uns rundum gutgehen lassen.

Zuerst hat er mir sein Leipzig gezeigt (komischerweise habe ich ihn recht gut verstanden, was vielleicht daran lag, dass ich mich vorher schon in das Bayrische hineinhören musste), wobei man sagen muss, Leipzig ist sehr überschaubar. Aber dadurch auch wieder nett.

Abschließend haben wir noch gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Susanne (Damper-Verbindung) zu Abend gegessen.

Ein wirklich gelungener Zwischenstopp, denn viele Jahre haben wir nichts voneinander gehört/gelesen ... und doch war es gleich wieder vertraut.

Danke Olf, dass du die Zeit gefunden hast ❤

Okay, zurück zum Hotel:

Bad war ja supi 👍

Bett war auch gut👍

Es gab sogar extra Kleiderbügel für Rollstuhlfahrer ... wow👍

Die Fäden für die Fensterrollo´s waren leider nicht zu erreichen

Die Türklinke war auf Rollihöhe, allerdings war die Kombination aus: Feuerschutzmechanismus UND Fußbodenkante ... echt sch*, habe ich natürlich auch konstruktiv an der Rezeption kundgetan ... ihr kennt mich ja😉

Tja, Dienstag morgen ... ich weiß, eigentlich wolte ich weiter gen Osten ... aber mein persönlicher Akku war leer, sodass ich mich auf die Heimreise begab.

Bei Sonnenschein 🌞(ich sollte mir doch noch eine Sonnenbrille anschaffen) fuhr ich also die letzten km nach Hause.

Fazit:

2251 km (+ 50-100 km Umweg, verfahren)

Ich habe vieles gesehen, viele Menschen getroffen (ich muss sagen, es ist um einiges anders, als wenn man in Damp so redet) und ...😔bin schlapp geworden. Ja, ihr lest richtig. Hotel und Gastfreundschaft machen mich schlapp, weswegen ich ja die Tour auch abgekürzt habe.

ABER ich kann mir solch eine Tour gut ein weiteres Mal vorstellen, natürlich würde ich dann gerne die Gastfreundschaft von anderen genießen .... aber mal schauen, wann das was wird.

Nun bin ich wieder in HH, beseitige die Wäsche, das Chaos, erledige Anrufe, Einkäufe und mache mir Gedanken über den nächsten Bericht, der sich mit meiner Herzenangelegenheit beschäftigen wird ❤.

 Meine Lieben, ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen. Wer die Bilder gerne größer ansehen will: Strg + drücken.

Übrigens freue ich mich immer noch über Vorschläge bez. meiner Idee zum Fortbewegungsmittel, welches ich an das Fahrrad hängen kann, klein und leicht, bis zu 1 km Reichweite ...

Viele lieben Dank, gehabt euch wohl, kommt gut durch den Herbst.

Bis bald

Eure

Nicoletta

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