4. Live aus Damp ...

 Juchhu 

Ich bin wieder hier, in meinem Revier, war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt

Vorweg: aufgrund eines Hinweises eines aufmerksamen Lesers (danke D.B.) werde ich mich nun in diesem Eintrag bemühen … diesen umzusetzen😬. Mist 🙈… da sind schon welche … also nehme ich mir lediglich zum Ziel weniger Emojis zu benutzen … ich befürchte, dass es dafür umso mehr „...“ werden … ob das besser ist?

OK, ich bin also endlich, nach 3jähriger Abstinenz wieder „live in Damp“. Herrlich, dies zu erleben und nun schreiben zu dürfen.  Ich muss sagen, es wurde wirklich Zeit. Denn wie ihr wisst, gehöre ich ja zur Gruppe der über 50jährigen.

Doch seit dem letzten Mal und heute ist viiieeel passiert … viel Wasser die Elbe hinunter gelaufen … so sagt man bei uns im Norden (ich hoffe einmal, dass es die Norddeutschen erfunden haben) und ich bin nicht nur älter sondern auch ruhiger (sozusagen NOCH ruhiger), entspannter (sozusagen voll gechillt) und … ach mehr fällt mir nun nicht ein, weil alle anderen positiven Eigenschaften hatte ich ja schon vorher und definitiv zählen ab 50 auch nur noch die inneren Werte, wie Blutwerte … Zuckerwerte … Leberwerte … 😉.

 

Bei Fratzebuk behauptete mal jemand, ich sähe alles so negativ und vor allem fände ich stets das Haar in der Suppe  … demjenigen möchte ich nun ausdrücklich widersprechen 😈 Beim Packen in HH war ich seeeeehr optimistisch … und was habe ich nun davon??? Ich friere, weil ich nur Sommerkleidung eingepackt habe … weil ich auf sonniges Wetter über 25⁰ gesetzt habe …

(also lasse ich das mit dem Positiven mal lieber...)

Doch fangen wir am Anfang der Rehabilitation (... zur Erhaltung der Arbeitskraft) an:

Beim Einrichten /  Ankommen, also Auto und dann Tasche entleeren … na gut eher TascheN entleeren, wollte ich natürlich auch nicht auf meine persönliche Assistentin (m/w/d) verzichten. Bei mir heißt sie Echo und die eine oder andere hat ihre tiefe männliche Stimme schon einmal vernommen, wenn ich ein Geburtstagslied trällerte.

Echo … er will sich aber einfach nicht ins WLAN einloggen … somit kann er (weil ja behauptet wird, dass Echo/Amazon mithört) nicht mehr meinen Lebend-Status kontrollieren … Da ist es sehr gut, dass dies nun vom Haus übernommen wird 

… nachdem ich mitbekam (danke K. für die Info), dass bei nicht täglichem Lebend-Check-Inn die Schwestern dies auch gerne mitten in der Nacht kontrollieren 🙄 habe ich mich mit dem Lebend-Check-Inn arrangiert und lasse es täglich piepsen *piiiieeeep*  besser als nachts die Taschenlampe ins Gesicht geleuchtet zu bekommen.

Zum Thema Wetter noch mal kurz zurück …

Ferien = schlechtes Wetter

… da scheint es definitiv einen Zusammenhang zu geben, ich bin mir nun ziemlich sicher, nachdem ich es die letzten Jahre akribisch beobachtete … was ich aber noch nicht wusste ist, dass meine WetterApp sarkastisch sein kann

Die ersten zwei Tage habe ich mich der Entspannung hingegeben … Seele baumeln lassen. Das geht bei mir ja perfekt mit Cappuccino, Buch und Blick aufs Meer

Aber auch beim Radfahren bin ich in der Lage, lediglich darüber nachzudenken, wie ich fahren möchte: links/recht/geradeaus … also auch hier voll gechillt, wäre da nicht die Sache mit den Wegen. Wie in HH und Niedersachsen auch, werden lediglich Schilder angebracht: "ACHTUNG: Radwegschäden!" anstatt die Schäden zu beseitigen.  Die Schäden / schmale Radwege / Mülltonnen oder parkende Autos auf dem Radweg … §2 StVO besagt, dass ich dann auf der Straße fahren darf. 

Da ich ein sehr netter Mensch bin … zudem sehr kommunikativ, habe ich also ein Schild entworfen, wo ich die hinter mir fahrenden Autos über den §2 aufkläre:

Ich versteh nur nicht, warum ich in HH beschimpft wurde… könnt ihr das verstehen??

Na gut, vielleicht zu provokant … also ein neuer Versuch:

Doch leider … hab ich es schon erwähnt (??) … ist das Wetter nicht so berauschend. Zum Glück kann ich auf ein paar gestrickte Socken zurückgreifen, die ich gewohnheitsmäßig eingesteckt habe … was täte ich nur ohne sie … ❤#ilovethem

Da ich meine Ankunft schon mit meiner DampLieblingsPhysiotherapeutin V. besprochen hatte, hatte ich bei ihr schon einen Termin am ersten Tag … uiuiui … das werden harte 4 Wochen, besonders wenn ich einen Teil ihrer Hausaufgaben (<-DAS ist ein wirklich böööööses Wort … ich kann meine Schüler*innen ja soooo gut verstehen) auch tatsächlich erledige … denn

Da ist wirklich total nett von Vamed, dass es sozusagen eine Eingewöhnungswoche gibt. Der eine Tag war aber schon echt stressig, denn ich musste meine gewohnte Frühstückszeit verlegen, damit ich “alle” meine Therapien schaffe.

OK … das war jetzt ein bisschen Sarkastisch ...

Nun heißt es dann: HA (Hausaufgaben) erledigen, damit ich am Ende nicht Basics (die R. + W. meine Physios aus HH mit mir trainieren) verlerne.

(Lavendel: offizielle Therapie(n), Orange: HA / eigenes Programm zum Erhalt der Arbeitskraft & der Mobilität)

Wenn ich regelmäßig Fahrradfahren will, dann ist es definitiv ausreichend mit 2 Therapien am Tag … sonst schaff ich gar nicht alles. 

Aber es ist wie jedes Jahr: wenn man in den Ferien kommt, dann sind weniger Therapeuten da, da die Muttis und Vatis hier natürlich auch Urlaub nehmen. Zudem die Besonderheit derzeit: C = 2 Wochen Quarantäne). 

Mit Ergo und Physio bin ich zufrieden, alles andere ist Beiwerk. Denn schließlich kann ich auch beim Radfahren Elemente der Physio einbinden: 

1. Abduktoren aktivieren -> Beine nach außen drücken

2. Adduktoren entspannen -> das drücken nach außen zulassen

3. Musculus Gastrocnemius trainieren -> wenn ich mal wieder wenden muss (mit dem rechten Fuß den Rückwärtsgang füßisch*² einlegen) … weil mal wieder ein Weg nicht für alle geeignet ist, aber leider auch nicht ausgeschildert wurde …

Das ist natürlich total nervig, aber ich bin ja hier, um die Seele baumeln zu lassen … das positive zu sehen … das muss trainiert werden und klappt wunderbar mit

Voll gechillt sehe ich dann nicht nur tolle Natur und schlechte Radwege … NEIN … hier liegen wahrlich wahre Schätze am Wegesrand … nun muss ich nur noch überlegen, wie ich die mitkriege … hinten am Rad dran? Was meint ihr?

… das könnte mein Haus werden 🥺 … kommt jemand vorbei und hilft mir?

Natürlich habe ich auch das ein oder andere Tröpfchen … äh … öh … Schoko-Smoothie dabei. denn

Aber wusstet ihr, dass haltbare Sahne im Tetrapack, wenn man sie in den Kühlschrank legt, dass sie dann steif wird? Also ich war verwirrt und musste erstmal Mrs. Google fragen. Zum Glück ist dieses Phänomen bekannt und nachdem ich sie raus legte, verflüssigte sie sich wieder, so dass ich sie als Stärkungszusatz zur Schoki gießen konnte … puh Glück gehabt.

Eine Herausforderung wird sein … den morgendlichen Weckruf nicht zu ignorieren. Zu Hause in den Ferien ist das ja kein Problem, da ich dort frühstücken kann wann ich will. Hier jedoch besteht Ordnung, Einhaltung der Zeiten ist (i.d.R.) oberstes Gebot (nicht nur bei den Therapien sondern auch beiden zugewiesenen Essenszeiten) … außer man ist ein gern gesehener Rehabilitand (so wie ich 🥰) … dann gibt es auch mal die ein oder andere Ausnahme. 

Trotzdem gilt (damit niemand von euch Lesenden denkt, es ist hier wie Urlaub)

Ab und zu stecke ich meinen Kopf aus der Balkontür … es sieht hell draußen aus … bedeutet das auch dass es warm ist und der Wind nachgelassen hat??  Denn die Sache mit dem Zug … trotz des 9€-Tickets mag ich ihn nicht … also den Windzug natürlich … aber die Empfindung ist 

a) subjektiv und

b) hier oben im 12 oftmals anders als im Erdgeschoss …

Also heißt es ab und zu: ab nach draußen: Wetter kontrollieren.

Als positiv denkender Mensch sehe ich dabei stets einen Silberstreif am Horizont

und denke sofort an die Rede von Gustav Stresemann im Jahr 1924 *³

In dem Sinne, beende ich mal den ersten Bericht “live aus Damp”. Hoffe, ihr hattet a bissl Spaß dabei … freue mich über Rückmeldungen und wünsche euch ansonsten einen schönen Sonntag und dann einen guten Start in die neue Arbeitswoche.

Alles Liebe

Eure

Nicoletta



*¹ Lied von Westernhagen: “Ich bin wieder hier …”

*² Pedant zu händisch ... ob das richtig ist?

*³ https://neuestegeschichte.uni-mainz.de/files/2018/07/Stresemann-Reden_1924.pdf

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